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Beschreibung in Wikipedia

Die Konsequenzen des Gehorsams
für die Entwicklung v. Identität u. Kreativität

Arno Gruen - Der Fremde in uns - Zitat:

Der Fremde in uns, das ist der uns eigene Teil, der
uns abhanden kam und den wir zeit unseres Lebens,
jeder auf seine Weise, wiederzufinden versuchen.
Manche tun dies, indem sie mit sich selbst ringen,
andere, indem sie andere Lebewesen zerstören.
Der Widerstreit zwischen diesen zwei Ausrichtungen
des Lebens, die beide von derselben Problematik
bestimmt sind, wird über die Zukunft unseres
Menschseins entscheiden
-

(Narzismus - Empathie).

Der Verrat am Selbst

>>> Wenn die Liebe der Eltern sich so entstellt, dass sie Unterwerfung und Abhängigkeit fordert, um sich bestätigt zu fühlen, dann wird gesellschaftliche Anpassung zu einer Probe der Gehorsamkeitsleistung. Das daraus resultierende Streben bringt den Verlust der wahren Gefühle mit sich. <<<

Der Verlust des Mitgefühls - Kapitel: Die Problematik von Opfern und Tätern - Zitat:

>>> Wenn ein Mensch seinen eigenen Schmerz nicht erleben darf, weil er dazu angehalten wurde, ihn als schwach abzutun, wird er ihn in anderen Lebewesen suchen müssen. Ein solcher Mensch wird andere erniedrigen, quälen oder verstümmeln, um des eigenen verdrängten Schmerzes habhaft zu werden. Zugleich wird er dieses Tun leugnen, um seine eigene seelische Verstümmelung zu verbergen. <<< Flo, wie er leibt und lebt!

Der Wahnsinn der Normalität (-Zitat s.u.)

BEACHTE: Die Schwierigkeit der Selbstbefreiung - Zitatausschnitt:

>>> Es hilft mir aber überhaupt gar nicht, spitzfindig irgendwelche guten Seiten an meinen Eltern auszumachen, ganz gleich, ob man mich dann für einen Borderliner hält oder nicht. Genauso wenig kann ich verstehen, wie Arno Gruen, der Ihre Positionen zumindest im Großen und Ganzen teilt, schreiben kann:

"Der Patient ändert sich erst, wenn er selbst die Verantwortung dafür übernimmt, daß er sich einmal dafür entschieden hat, sich der Macht zu unterwerfen. Denn genau diese Unterwerfung ist es, die sein autonomes Potential hat verkrüppeln lassen und die seine seelischen Deformationen bewirkte. Das ist auch meine Kritik an Alice Millers Sichtweise, obwohl ich ihr Werk für wichtig und bedeutsam halte. Sie argumentiert, als ob das Verständnis für die determinierenden Einflüsse bereits die Heilung bewirke. Tatsächlich führt das aber nur dazu, daß sich der Patient wollüstig im Spiegel des therapeutischen Verständnisses sonnt, ohne sich ändern zu müssen". Der Wahnsinn der Normalität, dtv, 12. Auflage März 2003, S.19

Der Patient hat sich selbst entschieden, sich der Macht zu unterwerfen? Entweder interpretiere ich Arno Gruen falsch, oder will er wahrhaftig behaupten, dass ein drei-, vierjähriges Kind die Wahl hat, sich der Macht zu unterwerfen oder nicht? Ein Kind hat diese Wahl nicht. Und ich glaube durchaus nicht, dass irgendjemand sich "wollüstig" im Spiegel des therapeutischen Verständnisses sonnt, zumal Arno Gruen die Antwort schuldig bleibt, wo man - nicht nur in Deutschland- überhaupt auf therapeutisches Verständnis trifft. <<<


Diese Kritik an Arno Gruen (an die Therapeuten und sogenannten professionellen Helfer sowieso), muss auch ich bestätigen. Ein Kind hat KEINE Wahl und Arno Gruen fehlt DIE EMPÖRUNG, der Mut die Eltern (seine eigenen?!) anzuklagen und verwehrt den einstigen Kindern die Wut zu fühlen, darüber, dass sie, die Eltern, dem Kind KEINE ANDERE WAHL gelassen haben, als sich unterwerfen ZU MÜSSEN, DENN ein KIND IST ABHÄNGIG VON der Liebe und Fürsorge der Eltern. An dieser Position ist Arno Gruen tatsächlich feige und wendet im Grunde die Triebtheorie an: DAS SCHULDIGE KIND, was selber dafür verantwortlich ist, sich unterworfen zu haben. Das könnte man derart fortsetzen, dass man seine Schuld nur mit dem Tod einlösen kann, weil man selber Schuld ist, dadurch man lebt und atmet. Das ist eine ERNEUTE Verwirrung, kurz vor dem Durchbruch der Wahrheit und schlimmstenfalls eine Retraumatisierung und DAS IST WIRKLICH EMPÖREND, erst recht von einem Fachmann! Hat ein Säugling, ein Baby, ein Kleinkind, überhaupt ein Kind, eine Wahl? Erst wird es in die Welt gesetzt und dann dafür verantwortlich gemacht, dass es lebt und elementare Grundbedürfnisse hat. Ein Kind ist doch vollkommen abhängig von den Eltern und das Bewusstsein eines Kindes baut sich doch erst auf. Ein Kind hatte von Geburt an KEINE Wahl. Mit seiner Behauptung schürt Arno Gruen die Schuldgefühle, die Kinder eh schon immer haben, weil die Schuldigen die Schuld einfach nicht übernehmen und sich auf dieser Grundlage die Kinder immer schuldig für das fühlen, was ihnen angetan wurde. Diese Kritik an Arno Gruen ist wichtig hervorzuheben, obwohl ich ihn ansonsten sehr schätze. 


Arno Gruen - Der Wahnsinn der Normalität:

>>> ... der Wahnsinn, der sich selbst überspielt und sich mit geistiger Gesundheit maskiert. Er hat es nicht schwer, sich zu verbergen, in einer Welt, in der Täuschung und List realitätsgerecht sind.

Während jene als verrückt gelten, die den Verlust der menschlichen Werte nicht mehr ertragen, wird denen Normalität bescheinigt, die sich von ihren menschlichen Wurzeln getrennt haben.

... (...) ...

Man besteht darauf, dafür geliebt zu werden, anderen Schmerzen zuzufügen, was nicht selten sogar als Wohltätigkeit ausgegeben wird. (Hatte man früher die Eltern nicht dafür zu lieben, daß sie einem Schmerzen bereiteten, denn sie hatten doch nur das Beste für einen im Sinn?) Ein abgespaltenes Selbst kann sich nicht mit der eigenen Unterwerfung und Kollaboration auseinandersetzen, daher muss die Behauptung der Eltern, daß ihre Forderungen aus Liebe kamen, akzeptiert und verteidigt werden. Im Namen solcher elterlichen "Liebe" und "Fürsorge" etabliert sich die Macht über andere Menschen.

... (...) ...

Den Typus des Psychopathen, der für mich den extremen Gegenpol zum Schizophrenen darstellt und den der Wahnsinn der scheinbaren Normalität in seiner höchsten Steigerung kennzeichnet, versuche ich im siebten Kapitel genauer zu beschreiben.

... (...) ...

Ein Schriftsteller schreibt nicht zuletzt deshalb, weil er mit seiner schöpferischen Kraft gegen den Betrug der "herrschenden Meinung" ankämpfen will. Er spricht noch in einer Sprache, die von der Ganzheit menschlicher Erfahrung weiß.
Die Wissenschaft dagegen versucht, wie Michael Polanyi es treffend charaterisiert hat, "die menschliche Perspektive aus unserem Weltbild zu entfernen, um uns in die Absurdität zu führen". Deshalb ist mir das Zeugnis der Schriftsteller sowohl für die Ganzheit als auch für die Gespaltenheit des menschlichen Erlebens so wichtig im Hinblick auf die Thesen dieses Buches. Ihr Zeugnis liefert anschauliche Beispiele für den Wahnsinn, der sich unter der Maske der Gesundheit verbirgt und heute im Begriff ist, die Menschheit zunehmend der Selbstvernichtung auszuliefern.
<<<


Durch Feinbilder wird das seelische Gleichgewicht aufrecht erhalten - Zitat:

>>> Selbsthass entsteht durch autoritäre Erziehung, durch Erziehung zum Gehorsam. Das eigene Sein des Kindes wird nicht akzeptiert. Stattdessen muss es den Erwartungen der Eltern entsprechen. Die eigenen Bedürfnisse des Kindes haben keinen Platz. Was ein Kind in sich spürt, muss verborgen werden, weil es die Beziehung zu den Eltern gefährdet. Das kann ein Kind sich nicht leisten, denn es ist auf die Versorgung durch die Eltern angewiesen. Um diese Versorgung zu sichern, muss ein Kind das Eigene, das von den Eltern zurückgewiesen wird, beiseite schieben. Das Eigene wird als etwas Fremdes abgespalten, das Kind entfremdet sich von seiner eigenen Sichtweise und seinem eigenen Erleben. Um überleben zu können, arrangiert sich das Kind mit den Eltern - es fängt an, die Eltern, so missbrauchend und lieblos sie auch sein mögen, zu idealisieren. Das Kind kann die Eltern nur dann als liebevoll erleben, wenn es ihre Grausamkeit als Reaktion auf sein eigenes Wesen interpretiert - die Eltern sind grundsätzlich gut; wenn sie einmal schlecht sind, dann ist das Kind selbst daran schuld. Damit übernimmt das Kind die lieblose Haltung der Eltern sich selbst gegen über. Alles, was ihm eigen ist - seine Gefühle, seine Bedürftigkeit, seine Art der Wahrnehmung wird zu einer existenziellen Bedrohung und deshalb gehasst.

Die Identität, die ein so erzogenes Kind entwickelt, orientiert sich nicht an eigenen inneren Prozessen, sondern am Willen einer Autorität. Zugleich aber lauert im Hintergrund die Wahrnehmung über die Eltern, wie sie wirklich sind. Das macht dem Kind Angst, es muss sich vor dieser Wahrheit schützen, indem es auf dem idealisierten Bild, der Pose der Eltern beharrt. Deshalb hasst es alles, was es an das abgespaltene Eigene erinnert.

... (...) ...

Liebe und liebevolle Personen werden zum Feind, weil sie die früheren
zurückgewiesenen Bedürfnisse nach echter Liebe und damit den alten Terror zu wecken drohen. Wahre Liebe kann nicht ertragen werden, wenn die Unzulänglichkeit der Eltern verdeckt werden muss. Wirkliche Liebe wird unerträglich, denn sie würde die ursprüngliche Verletzung bloßlegen. Man möchte dann Liebe ausgerechnet von Menschen, die reserviert sind und nichts geben. Hingegen erscheint einem die Liebe derer, die Liebe leicht geben, verdächtig. Sie wird entweder als wertlos oder als Mittel zum Zweck empfunden.

... (...) ...

Wenn Menschen auf die idealisierten Images ihrer Eltern geprägt sind, wenn
sie die Wirklichkeit nie wahrnehmen durften, dann ist das in der Tat eine Gefahr für die Demokratie. Denn für diese Menschen ist das Image, die Pose die Wirklichkeit. Solche Menschen lassen sich von Politikern verführen, die am überzeugendsten die Pose der Kraft, der Entschiedenheit, der Selbstsicherheit beherrschen. Die unbewusste Angst vor der Macht lässt solche Menschen nicht nur wütend auf alle reagieren, welche die Wahrheit sprechen, sondern sie wenden sich auch jenen Führern zu, die versprechen, sie von dieser Angst zu befreien. So werden Wahlen entschieden -

... (...) ...

Menschen, die autoritär erzogen wurden, benötigen eine Autorität. Solange das
so ist, wird jede demokratische Gesellschaft gefährdet sein.

... (...) ...

Wenn eigener Schmerz in der Kindheit immer wieder verleugnet werden
musste, dann wird dieser Schmerz später anderen zugefügt. Man verhöhnt den Schmerz, den man anderen zufügt, aber am tiefsten verhöhnt man den Schmerz, den man selbst erlebte und nicht fühlen durfte.


Auch rechtsradikale Gewalttäter dürfen in ihrem eigenen Leben Schmerz nicht fühlen und geben deshalb diesen Schmerz an andere weiter. Sie fühlen sich lebendig, wenn sie andere angreifen. Wenn Verzweiflung nicht erlebt werden darf, ist die Gefahr groß, dass ein Mensch destruktiv wird. Er braucht Feinde, um nicht vom eigenen Hass überflutet zu werden. Durch Feindbilder wird das seelische Gleichgewicht aufrechterhalten. <<<

Das innere Opfer und die Bedrohung der Demokratie - Beschreibung - Zitat:

>>> Jede "große Zivilisation", die auf Herrschaft und Besitz basiert, erzeugt Gewalt. Den Akteuren im Getriebe der ökonomischen Globalisierung geraten die Menschen und ihre Bedürfnisse immer mehr aus dem Blick. Dadurch wächst die Zahl der Benachteiligten, die statt einer gesunden Identität ein "inneres Opfer ihrer eigenen Bedürfnisse" entwickeln. Dies führt, gesellschaftlich gesehen, früher oder später zu destruktiver Gewalt. Es geht zunächst darum, sich den Bedürfnissen der Menschen "ernsthaft und wahrhaftig" zu widmen, um dann später einen Weg zu ebnen, auf dem unsere Kinder so aufwachsen, dass ein „inneres Opfer-Sein“ gar nicht erst entsteht. Dieser Weg, der sich an den empathischen Wahrnehmungen anderer und ihren Bedürfnisse orientiert, wird auch eine demokratische Gesellschaft hervorbringen die Bestand hat. <<<


Nationen auf die Couch - Zitatausschnitt:

>>> ... Deshalb lautet die Frage: Welche emotionalen Umstände haben die Verlangsamung des Wachstums in Europa herbeigeführt? In meinem Buch habe ich diese wiederkehrenden Perioden der Verlangsamung analysiert und schreib sie dem, was ich „Wachstumspanik“ nenne zu: die Angst – unter jenen, denen ihre Eltern keine Freiheiten zugestanden haben – „böse“ zu sein und bestraft werden zu müssen. So ging der spektakuläre Fortschritt Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg jenen Deutschen zu weit, die eine autoritäre Kindheit durchmacht hatten. Sie gerieten in Panik und fingen damit an, eine selbstdestruktive Politik zu verfolgen, die den aktuellen Wachstumsrückgang hervorrief. ...

... Ich habe Europa in den verganenen zwei Jahrzehnten nicht besucht, weil niemand meine unangenehmen Entdeckungen hören wollte, die die emotionalen Ursachen von sozialen Problemen aufzeigen und sie dem Missbrauch in der Kindererziehung zuordnen
. ... <<<

All das Wissen ist NICHT unbekannt ... es steht uns SCHON LANGE zur Verfügung, aber so lange wir Dogmen brauchen, werden wir das Wissen um die Ursachen weiterhin ignorieren und entsprechend nicht aus unserem Leben, dessen lebendiger Beweis WIR ALLE - also unsere GESAMTE GESELLSCHAFT - sind, lernen.

FAZIT: KONFRONTIEREN und IMMER WIEDER Öffentlichkeit HERSTELLEN!

Passivrauchen
NIKOTINSUCHT ...
Täter UND Opfer wie wir ...
Die URSACHEN von Fremdenhass ...
Warum Rauchen = Gewalt = Morden ist ... 


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EINLEITUNG -
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~ Helfender Zeuge